Aktuelles

Silvester 2020 steht vor der Tür. Kommt es erneut zu Straßenschlachten am Connewitzer Kreuz? Nur Wenige wohl würden nach einem an gewalttätigen Auseinandersetzungen nicht gerade armen Jahr dagegen wetten. Die Szene scheint in Aufruhr und sie pflegt ihre Traditionen. Dazu gehört seit Jahren auch die Randale zum Jahreswechsel, für die es keinen konkreten politischen Anlass braucht.


Im bekanntesten Leipziger Szenestadtteil wird linke Gewalt von Aktivisten und Sympathisanten seit Jahrzehnten notorisch verklärt. Die Geschichte des Viertels dient hierbei als Quelle einer Mythologisierung, der zufolge es im Kiez schon immer knallte. Dabei zeigt ein Rückblick auf drei Jahrzehnte Connewitz, wie linke Gewalt ihre frühe Legitimation als Notwehr gegen Naziangriffe und probates Mittel zur Sicherung alternativer Freiräume bald überschritt. Unter den Bedingungen gesamtgesellschaftlicher wie stadtpolitischer Liberalisierung verkam sie zum bewusstseinsstiftenden Brauchtum einer wachsenden Szene, die sich vor lauter lebensweltlicher Anerkennung nicht mehr anders abzusondern weiß als durch Militanz. Eine Aufklärung.

Jetzt lesen

Broschüre als pdf laden